Ausflug · Westen

Stilbaai

Bei Ebbe liegen die Mauern frei: Halbkreise aus Stein im Felsgrund, in denen Fische zurückbleiben, wenn das Wasser geht. Die Khoi haben sie gebaut, vor Jahrtausenden, und sie funktionieren noch.

Der Name sagt es: stille Bucht. Der Goukou River mündet hier zwischen zwei Ortshälften ins Meer, das Wasser bleibt in der Bucht ruhig genug für Boote, und der Fluss ist rund 15 Kilometer weit schiffbar. Stilbaai liegt rund eine Stunde westlich von Mossel Bay, 26 Kilometer südlich der N2, ein Ort mit rund 3.500 Einwohnern beim Zensus 2011 und Ferienhäusern, die im Dezember voll sind. Seit 2008 schützt ein Meeresschutzgebiet das Ästuar und 13,5 Kilometer Küste.

westlich von Mossel Bay, rund eine Stunde
75 km
sind die Fischfallen mindestens alt
3.000 Jahre
gravierter Ocker aus der Blombos-Höhle
77.000 Jahre
Meeresschutzgebiet eingerichtet
2008

Die Fischfallen der Khoi sind der Grund für die Fahrt: Steinmauern im Gezeitenbereich, seit mindestens 3.000 Jahren in Gebrauch, heute geschützte Kulturstätten. Bei Niedrigwasser läufst du zwischen ihnen. Zwölf Kilometer westlich liegt die Blombos-Höhle, in der Archäologen gravierten Ocker von rund 77.000 Jahren fanden, dazu Muschelperlen und Knochenwerkzeuge; die Grabung ist nicht öffentlich, die Funde siehst du in Museen. Und am Fluss werden zahme Aale gefüttert, ein Ritual, das im Ort seit Jahrzehnten Gäste anzieht.

Dauer
ein halber bis ganzer Tag
Kosten
frei
Wann
ganzjährig, zur Ebbe
Ab Mossel Bay
75 km, 60 Minuten

Unser TippSchau vor der Fahrt in die Gezeitentabelle und komm zur Ebbe. Bei Flut siehst du von den Fischfallen nichts als Brandung.

Stilbaai: häufige Fragen

Wie weit ist Stilbaai von Mossel Bay entfernt?

Rund 75 Kilometer westlich, etwa eine Stunde über die N2 und dann 26 Kilometer nach Süden ans Meer. Ab Mossel Bay ist Stilbaai ein halber bis ganzer Tag, am besten zur Ebbe.

Was sind die Fischfallen von Stilbaai?

Steinmauern im Gezeitenbereich, die bei Ebbe Fische einschließen. Die Khoi nutzten sie seit mindestens 3.000 Jahren, heute sind sie geschützte Kulturstätten. Bei Niedrigwasser läufst du zwischen den Mauern, bei Flut sind sie unter Wasser.

Kann man die Blombos-Höhle besuchen?

Nein, die Grabungsstätte zwölf Kilometer westlich von Stilbaai ist nicht öffentlich zugänglich. Die Funde, gravierter Ocker von rund 77.000 Jahren und Muschelperlen, gehören zu den ältesten Belegen für symbolisches Denken. Vergleichbares zeigt Pinnacle Point bei Mossel Bay, dort mit Führungen.